Impressionen aus Bangkok

Februar 8th, 2012

wieder ohne Worte:

3 Tage in Siem Reap – gemacht, was alle tun

Februar 8th, 2012

Auf den Fussspuren aller anderen Touries. Die ueblichen Sachen: die schwimmenden Doerfer am Ufer des Sees „Boeng Tonle Sab“ und die Tempelruinen von Ankor. Drum erzaehle ich hier nicht viel. Seht selbst:

3 Tage von Kratie nach Siem Reap

Februar 8th, 2012

Mittwoch, 1.2.2012 bis Freitag, 3.2.2012

Ueber Stung Trong und Stoung

Morgens verlasse ich die wohl haesslichste Stadt, die ich jemals gesehen habe, bei Sonnenaufgang.  Die Strecke sollte mich nahe am Mekong entlang groesstenteils auf einer Nebenroute fuehren.  Ich bin immer noch ein wenig angefressen ueber die missglueckte Bussfahrt gestern und unsicher, ob mir Kambodscha gefallen wuerde.

Der erste Radltag, den ich fuer die Strecke bis Siem Reap geplant hatte, war dann aber wirklich schoen.  Immer wieder erhasche ich einen Blick auf den Fluss durch den 8-10 Meter hohen Bambus, der meist am Ufer waechst.  Viele kleine Fischerdoerfer reihen sich aneinander und es macht wirklich viel Spass, auf der oft schattigen Piste meine Kilometer weg zu treten.

Wiedermal schiesse ich etwas am Ziel vorbei, auf der Hoehe von Stung Trong auf die Faehre ueber den Fluss zu huepfen.  Ca. 20 km suedlich mache ich also die Ueberfahrt und fahre wieder 2o km nach Norden auf der anderen Seite des Flusses.  Am Abend verabschiede ich mich dann foermlich vom Mekong, den ich nun wohl nicht mehr so bald sehen werde.

Ueber die naechsten beiden Tage gibt es eigentlich nichts wirklich Spannendes zu berichten.  Es ist meist eben und die Landschaft hinreichend Abwechslungsreich.  Allerdings aendert sich so langsam mein recht negatives Bild ueber die Kambodschaner hin zum Guten.  Sie lieben es zu plaudern und koennen in der Regel sehr gut Englisch.  Bei den Chitchats geht es weit ueber das gewohnte „woher und wohin“ hinaus.  So sehe ich mich zum Beispiel mit der Frage eines jungen Mannes konfrontiert: „Was haelst Du von der wirtschaftlichen und politischen Lage Kambodschas im Vergleich zu Laos oder Thailand?“  Uuuups.

Die Menschen sind echt sehr nett und viel offener und neugieriger, als ich es von den Laoten gewohnt bin.

Statistik:

Mittwoch:
km: 125/150
Zeit: 5:45
Durchschnitt: 21,5
Wohlfuehlfaktor: 8

Donnerstag:
km: 155/210
Zeit: 6:40
Durschnitt: 23,1
Wohlfuehlfaktor: 7

Freitag:
km: 105/50
Zeit: 4:35
Durschnitt: 24
Wohlfuehlfaktor: 8

Busfahrt nach Phnom Penh, Kambodscha – Vollkatastrophe

Februar 7th, 2012

Dienstag, 31.1.2012

Nachdem die Fahrt von Pakxe hierher nicht so prickelnd war und laut Karte sich wohl an der Landschaft nicht viel aendern wuerde, entschliesse ich mit, die Strecke nach Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha mit dem Bus zu ueberbruecken. Also besorge ich mir ueber mein Guest House ein Ticket und setze am Morgen wieder auf die andere Seite des Flusses ueber.

Ein Minivan kommt ein paar Minuten spaeter, Rad auf’s Dach geschnallt, und los. Ist ein kleiner Neunsitzter, mit mir noch 5 andere Falang. Ich denke noch: „Ach, wie angenehm. Platz, Klimaanalage, nette Leute. Eine Strecke von etwa 600 km fuer 25 USD – eigentlich ok.“ Leider sind wir mit diesem Van nur ein paar Kilometer in den nahe gelegenen Ort „Hat“ gefahren. Rad und Gepaeck ausladen, Buswechsel. Hier macht jetzt ein Reiseveranstalter etwas Aerger, wegen dem Rad. Zwar habe ich mir bei der Buchung versprechen lassen, das das kein Problem darstellen sollte, leider stand nix davon auf dem Ticket. Also musste ich wieder ein bischen Geld (5 USD) hinterher werfen, um den Kollegen zu ueberzeugen. Sehr aergerlich, aber naja. Ein paar Minuten spaeter ging es dann wieder in einem Minivan Richtug Grenze. Diesmal war der Bus schon recht voll gepackt, aber noch ertraeglich. An der Grenze selber dann wieder Gepaeck und Rad ausladen, Papierkram und rueber nach Kambodia. Buswechsel. Es war ein kleiner Reisebus, vielleicht 40-45 Sitze. Davor Unmengen an Koffern und Taschen, und definitiv mehr Leute, als in diesen Bus passen koennten. Mir wird schon mulmig.
Scheints faellt den Kambodschanern auch auf, das das nicht geht, kurze Zeit spaeter stehen 2 weitere Minivans zum Beladen bereit. Einer davon kriegt in gewohnter Manier mein Rad an den Hintern gebunden und die 12 Sitze werden mit 13 Personen versehen. Gut, nicht gerade viel Platz, aber geht.
Nach etwa einer halben Stunde biegt dann der Fahrer von der Hauptroute auf eine Piste ab. Mitten im Nirgendwo. Auf der holprigen Fahrt hole ich mich schon wieder ein paar neue Beulen an meinem eh schon strapazierten Haupt. Irgendwann erreichen wir ein kleines Dorf, und wir bekommen weitere Gesellschaft: nochmal zehn Teenager, ein paar Saecke mit Irgendwas, Kisten und 3 lebende Huehner.
Somit ist der Bus dann mit 23 Personen plus Fahrer und Ladung hoffnungslos ueberladen – hoppelt er aber auch nicht mehr so sehr durch die Schlagloecher.
So alle 15-25 km haelt der Bus wieder an und wir verlieren entweder etwas Ladung oder einen bis zwei der Teens. Was jedes Mal bedeutet, das mein Rad wieder auf’s Neue vertaeut werden muss. Zum Glueck habe ich einen Platz ganz hinten und ich kann mich gerade so durch das kleine Schiebefenster raus quetschen, um beim Verzurren des Bikes kein Schaden entsteht.
Irgendwann kommen wir in Kratie an. Sieht nach einem erneuten Buswechsel aus. Aber ich scheine was verpasst zu haben. Meine Reisebegleiter schnappen ihr Gepaeck und verkruemeln sich. Kein neuer Bus in Sicht. Hmm. Auf Nachfrage sagt man mir, dass der Bus nach Phnom Penh mein Rad nicht mitnehmen kann. „You can go tomorrow afternoon“, heisst es. Wie jetzt? Ich versuche, dem Busfahrer zu vermitteln, dass man mir einen Transfer nach Phnom Penh fuer heute angeboten hatte. Also gehe ich davon aus, dass man mich entweder dort hin bringt, oder mir das Geld fuer die fehlende Strecke zurueckerstattet. Wir diskutieren, telefonieren mit dem Typ in Laos, der mir das Ticket verkauft hat, aber nix zu machen. Keine Rueckerstattung, „You can go tomorrow“.
Will ich aber nicht. Kratie ist mehr als haesslich und mein Reisefuehrer weiss auch nicht, was in der naeheren Umgebung sehenswert waere. Internetcafes gibt es zwar, aber sau langsam und teuer. Also auch keine Option, der morgigen Tag zu verbringen. Ich bin echt sauer. Wohlfuehlfaktor steigt von 2 erst nach einem halbwegs brauchbaren Abendessen und nachdem ich mich wieder etwas abgeregt hatte, in vertraegliche Gefilde.
Die etwas 230 km nach Kratie haette ich auf dem Rad deutlich stressfreier ueberwinden koennen. Note for future use: Willst Du angenehm in Asien Reisen, gegen Einwurf entsprechender Scheine. Ansonsten ist mit allem zu rechnen.

Ein Tag auf Don Khong

Februar 7th, 2012

Montag, 30.1.2012

Eine sehr schoene Rundfahrt ein Mal um die Insel. 50 km, 5 Stunden unterwegs. Habe oft Pause gemacht, den Mekong angeguckt, ein paar Tempel, eine Kokosnuss leer gezuzelt, Melone gegessen. Echt ein angenehmer Vormittag.

Kurz bevor ich wieder in Muang Khong angekomme, entdecke ich ein kleines Restaurant am Ufer. 4 Tische, 3 davon mit Laoten besetzt. Habe zwar noch die Melone im Bauch, entschliesse mich aber trotzdem, eine Kleinigkeit zu essen. Diese Art an Lokalen sind meine Favoriten. Ich versuche immer dort zu essen, wo auch die „Locals“ zu finden sind. In der Regel kriegt man hier besseres Essen zu guenstigerem Preis als in den auf Touries ausgerichteten Restaurants.

Ich sitze noch nicht richtig, da werde ich von 4 Laoten an ihren Tisch eingeladen. Eine lustige Runde. Grund der Heiterkeit war dann schnell erkannt. Ein kreisendes Schnapsglas und eine Flasche Lao Lao (Laotischer Whiskey, klar, schmeckt nach nix und hat ca. 50 Volt). Is klar, das ich die Gastfreundschaft nicht ablehnen kann und bitte nur drum, mir nur jeweils ein halbes Glas einzuschenken. War schliesslich grade mal elf Uhr durch. Hat nicht viel geholfen, sie haben mich dann halt einfach die doppelten Menge an halben Stamperln trinken lassen…

Hier habe ich auch das erste Mal echtes Larp gegessen. Sowas wie Tartar ala Lao. Rohes Rindfleisch mit einer Menge Kraeutern, superscharf und megalecker. Fuer die Falang wird dieses Gericht in den Restaurants in der Regel mit gegartem Fleisch angeboten. Bin mir nicht sicher, ob es ratsam ist, ungekochtes Fleisch in Asien zu essen…wird schon gut gehen.

Nach dem ueppigen Mahl und dem Lao Lao war dann aber auch hinreichend entschieden, wie mein Nachmittag aussehen wuerde: Haengematte.

Statistik:
km: 50/50
Zeit: 2:15
Durschnitt: 23,2
Wohlfuehlfaktor: 9

Pakxe nach Don Khong

Februar 7th, 2012

Sonntag, 29.1.2012

Der Weg aus Pakxe raus ist schnell gefunden und ich hoffe, auf der Strecke ein wenig vom Fluss zu sehen. Leider nicht, wie sich herausstellt. Die Route ist immer so 5-10 km vom Fluss entfernt und so sehe ich ausser ausgetrockneten Reisfeldern und ab und an einem kleinen Dorf nichts Spannendes.

Gegen elf reisst dann die Wolkendecke auf und die Sonne brennt hernieder. Die Strasse erinnert mich ein wenig an einen Highway in der Wueste von Arizona: Schnurgerade, topfeben und die Luft flimmert ueber dem Asphalt. Mein Thermometer erzaehlt mir was von 38 Grad. Stundenlang aendert sich an der Landschaft gar nichts, es fuehlt sich ein wenig so an, als waere man beim Spinning in einer Sauna. Mein Wasserverbrauch an diesem Tag absoluter Rekord. Es wird schon langsam laestig, alle 20-30 km anzuhalten, um meine drei Wasserflaschen wieder aufzufuellen.

Nachmittags bilden sich dann zum Glueck wieder ein paar Wolken. Sieht fast nach Regen aus, worueber ich mit wirklich gefreut haette. Aber nein, es bleibt trocken und heiss.

Am Nachmittag komme ich dann am der Faehre zur Insel Don Khong an. Schnell uebersetzen und ein Guest House suchen. Das Staedchen auf der anderen Seite ist aber sehr ueberschaubar. Eine Hand voll Hotels, Restaurants und Guest Houses, ruhig und beschaulich.

Statisik:
km: 145/350
Zeit: 6:15
Durchschnitt: 23,2
Wohlfuehlfaktor: 6

Ein Tag in Pakxe

Januar 28th, 2012

Samstag, 28.1.2012

Wie die alle Staedte, die ich bisher gesehen habe, ist auch Pakxe nicht gerade ein Juwel.
Meine heute Begleitung ist eine Suzuki Halbautomatik mit 110 ccm. Ich cruise ein paar Stunden durch die Stadt und in der Umgebung, die Nachmittagshitze nutze ich, um diesen Blog mal wieder auf Vordermann zu bringen.

Durch die Bolaven Hochebene. Retour nach Pakxe.

Januar 28th, 2012

Freitag, 27.1.2012

In den ersten 10 km nach dem Tad Lo muss ich nochmal anstaendig Hoehe hinter mich bringen.  Aber die Einbeintechnik klappt ganz gut.  Bis zu etwa km 40.  Nun ist mein rechtes Bein doch ein wenig veraergert ueber die unfaire Behandlung.  Also nehme ich das Linke von der Ersatzbank und lasse es wieder mitspielen.  Zwickt ein wenig, aber es geht.  Gegen Mittag erreiche ich Pakxe, finde ein Guest House und eine Apotheke, in der ich meinen Vorrat an Voltaren wieder auffrischen kann.

Keine Ahnung, wie das Zeug heisst.  Aber ist lecker.

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Keine Ahnung, wie das Zeug heisst. Aber ist lecker.

Statiskik:
km: 92/550
Zeit: 4:15
Durschnitt: 21,8
WFF: 8

Durch die Bolaven Hochebene. Zum Tad Lo.

Januar 28th, 2012

Donnerstag, 26.1.2012

Nach Pakxong geht es nach Norden. Die Hoehe, die ich gestern erreicht habe, verliere ich auf dieser Strecke wieder. Demnach geht’s fast immer leicht bergab, durch Kaffee- und Teeplantagen hindurch. Die wohl einfachste Tagestour bis jetzt. So sind die 70 km bis zum Tad Lo in zweieinhalb Stunden erledigt und ich verbringe einen sehr entspannten Nachmittag am Fluss.

Statistik:
km: 70/100
Zeit: 2.35
Durchschnitt: 26,4
Wohlfuehlfaktor: 9

Durch die Bolaven Hochebene. Nach Pakxong.

Januar 28th, 2012

Mittwoch, 25.1.2012.

Es geht mal wieder nach Osten. Und wieder nach oben. Ich hatte sehr gehofft, die Voltarenkur und die 3 Tage Pause haetten die Entzuendung weg gemacht. Aber nein. Sie war noch da und ich merke, dass ich die Tour so nicht durchhalten werden. Also trete ich nur mit dem rechten Bein die etwa 600 Hoehenmeter rauf. Das Linke darf nur zuschauen. Dank des recht flachen Anstiegs von 2-3% geht das auch ziemlich gut. Nur in den wenigigen steileren Stuecken darf Links ein wenig mitspielen.

Irgendwann beim Wassertanken stosse ich mir sicher zum hundersten Mal in diesem Urlaub den Kopf an einem Deckenbalken an. Die Haueser hier sind aber auch alle zu niedrig gebaut! Das wird ne Beule geben, denke ich und achte nicht weiter drauf. Die Verkaeuferin sieht ein wenig Blut und bringt mir ein Pflaster. Vier Laoten kommen hinzu und einer bietet sich an, mich zu verarzten. Auf einmal entbrennt eine heftige Diskussion unter den Maennern. Fuer Asiaten recht emotional und laut. Ich bin mir nicht sicher, worum es genau geht. Entweder man streitet sich drum, in welcher Richtung es anzubringen waere, oder er hat Hemmungen, mich am Kopf zu beruehren. Dies ist unter Buddhisten sehr unsittlich. Etwa so, wie wenn man bei uns jemandem ins Gesicht spucken wuerde. Naja, irgendwann klebt das Pflaster auf der Glatze des Falang und es geht weiter.

Den Nachmittag vertreibe ich mir am Tad Fan. Sehr imposanter Wasserfall. Ein etwa dreistuendiger Spaziergang durch Dschungel und Kaffeeplantagen bringt mich auch an den oberen Rand dieser beiden Wasserfaelle. Wahnsinnige Aussicht. Toller Tag

Statisik:
km 60/650
Zeit: 3:55
Durchschnitt: 14,8
Wohlfuehlfaktor: 7-8

Drei Tage in Vientianne

Januar 27th, 2012

Zwei Tage moechte ich Pause in Vientianne machen.  Letztendlich wird’s einer mehr, da ich mich entscheide, einen sogennanten Sleeper nach Pakxe zu nehmen.  Die Alternative waere noch gewesen, mit dem Rad am Mekong entlang zum Wat Phabat Phonsone etwa 100 km nordoestlich zu fahren und von dort aus mit dem Bus nach Paksan.  Ich hab mich also erkundigt, und erfahren, dass es dort keine Uebernachtungsmoeglichkeiten gibt, und irgendwann fahren dann auch keine Busse mehr.  War mir dann zu heikel.

Also verbringe ich die Tage mit meinem Buch und unternehme nicht allzuviel.  Hannelore ist inzwischen auch angekommen und wir machen 2 Tagesausfluege gemeinsam.  Sie will dann weiter nach Vietnam.  Also feiern wir unsere wohl letzte Begegnung in einem schoenen Restaurant am Fluss.  Ein feudlales Abendessen und die hoechste Restaurantrechnung, die ich bis dato bekommen hatte.  150.000 Kip (~ 15 Euro) fuer 2 Personen inclusive Getraenke.

Dann moechte ich mir ein Ticket fuer den Bus organisieren und bekomme etwas Probleme.  Keiner will mein Bike mitnehmen.  Kapier ich nicht.  War doch auch kein Thema auf der Busreise von Bangkok nach Chiang Mai.  Kofferraumdeckel auf, Bike und Koffer rein.  Deckel zu und gut.  Das 5te oder 6te Reisebuero kann dann aber doch eine Busgesellschaft fuer 90.000 Kip ueberreden.

Als ich dann abends zum Bus kam, wurde mir klar, warum die alle nicht wollten.  Diese Sleeper sind auf die Schlafkojen optimiert, ergo war da wirklich kein Platz.  Aber man hilft sich:

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Kurzerhand wird es hinten am Kuehlergrill vertaeut.  Mir ist etwas mulmig zumute und bringe eine zusaetzliche Sicherung mittels Fahrradschloss an.

Die Nacht war dann irgendwie nicht sehr erholsam.  Die Schlafkojen sind etwa 100×150 cm.  Also fuer Euuropaeer deutlich zu kurz.  Fuer eine Person waere das sicher noch gegangen, aber ich hatte Gesellschaft.  An sich ein netter Kerl.  Nur hat der nicht geschnarcht.  Nein.  Das war eher eine Mischung von Trueffelschwein auf Suche und einer Dampflokomotive unter voller Last.

Circa alle 2 Stunden haelt der Bus, und ich muss natuerlich nachsehen, ob mein Rad noch dran klebt.  Tut es.

Angekommen in Pakxe ist es allerdings nicht mehr schwarz, sondern komplett rot vom Staub.  Wollte noch ein Foto machen, aber habe alle Muehe, in der allgemeinen Hektik meine sieben Sachen im Auge zu behalten.  Dann habe ich es kurz in den Mekong getunkt und der naechste Tag konnte beginnen.

Zwischenbilanz

Januar 27th, 2012

Vientianne, Sonntag, 22.01.2012

Es ist Zeit, mal eine Zwischensumme zu ziehen.  Lange habe ich nachgedacht, ob ich das veroeffentlichen moechte/sollte.  Zuerst war es mir wichtig, die Erlebnisse zu verarbeiten und die vielen kleinen Dinge, ueber die ich waerhend der vielen Stunden im Sattel nachgedacht habe, fuer mich selbst zu sammeln.  Vielleicht interessiert es ja den Einen oder Anderen, jetzt wird’s aber persoenlich.  Also bin ich Niemandem boese, wenn er hier aufhoert zu lesen.

Also:

Ich fuehl mich so sauwohl in meiner Haut momentan, ich kann es kaum beschreiben.  Eigentlich ist alles perfekt.  Wenn da nicht zwei Sachen waeren, die einen grossen Schatten ueber meine Reise werfen.  Aber dazu speater.

Ich entwickle ein Koerpergefuehl, wie ich es bis dato noch nie hatte.  Jeden morgen im Sattel, freue ich mich darauf, meinen Koerper wieder warm zu fahren, um ihm dann bei der Arbeit zu zu sehen.  Einfach faszinierend, wie er funktioniert und mit meinem Bike eine Symbiose bildet.  Das Fahren an sich habe ich inzwischen komplett automatisiert.  Sprich, ich muss nich mehr nachdenken, in welchen Gang ich fuer den vorstehenden Anstieg schalten muss.  Ich tue es einfach.  Der Wechsel vom Sitzen ins Stehen erfolgt ebenso von selbst.  Ich fuehl mich gut, beim Fahren.  Fuehle mich kraftvoll und stark.  Ich mag meinen Koerper.  Und mein Bike.  Und jeden, der diesen Text liest.  Und den Rest der Welt auch.

Die viele Bewegung, die frische Luft und das Essen tun gut.  Schon lange habe ich mich nicht mehr so gesund gefuehlt, wie in den letzten Tagen.   Fast schon kindliche Freude habe ich daran, den Stoffwechsel in mir zu beobachten.  Unglaublich, was ich an Futter und Wasser durch mich durch jage.  10-12 Liter Wasser am Tag sind keine Seltenheit, und  Essen inhalliere ich foermlich.  Und ich merke, wie mir die vitaminreiche und fleischarme Kost hilft.  Viel Gemuese und Obst, Fisch, Meeresfruechte und wenig Fleisch, kombiniert mit Reis oder Nudeln – das gib echt Power.  Das ist etwas, was ich auf jeden Fall aus diesem Urlaub mitnehmen moechte.  Mehr auf mich zu achten und gesuender Essen.  Nicht mehr so viel Mist in mich rein tun.

In den vielen Stunden, so alleine mit mir und meinen Gedanken, kann ich Vieles sortieren.  Meist bewege ich mich in der Vergangenheit und versuche zu bewerten, was da so alles passiert ist.  Und das war eine ganze Menge.  Mir sind viele gute Dinge passiert.  Und je mehr ich nachdenke, finde ich mehr Gutes, als ich geglaubt haette.  Allem Voran aber meine beiden Soehne, die mir immer wieder Kraft, Antrieb und Freude am Leben geben.  Zwei tolle Jungs, die ich so liebe, wie noch niemanden zuvor auf dieser Welt.  Das wird mir auf der Fahrt immer bewusster.  Die Jahre, die ich ich Muenchen verbracht habe, waren ein stetes Auf und Ab.  Dennoch moechte ich diese Zeit nicht missen.

Es ist einfach gut, mal ein wenig Abstand zu mir und meinem alltaeglichen Leben zu gewinnen.  Ich versuche, mich aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.  Es scheint zu funktionieren.  Seit langer Zeit kann ich wieder zufrieden mir mir selbst sein, weil ich endlich mal Zeit hatte, Dinge, die teilweise weit in der Vergangenheit liegen, mental zu verarbeiten.  Antworten fuer mich selbst zu finden oder einfach mit gewissen Dingen abzuschliessen.

Alles in Allem:  Ein voller Erfolg.  Mir geht’s einfach sausuperobergeilgut!

Nun zu den Schattenseiten dieses Urlaubs, derer Zwei:

Zum Einen ist da diese Scheissdrecksverdammte…grrrrrmmmmmpppfffff…tsefixRaucherei!  Ich hasse mich so stark dafuer!  Waerend meiner Tage auf dem Rad bin ich zwar weitestgehend abstinent, aber abends kann ich davon nicht ablassen.  Weiss nicht warum.  Bis dato habe ich etwa 1500 km hinter mir.  In bergigem Gelaende.  Dabei ca. 9000 Hoehenmeter hinter mir gelassen.  Da bin ich schon ein wenig stolz drauf.  Aber, die wirklich wichtige Frage ist doch:  Was haette ich leisten koennen, hatte ich mir nicht in den letzten 20 Jahren jeden Tag eine Packung Zigaretten in die Lungen gepruegelt.  Dabei schmecken die Dinger nicht mal wirklich.  Einfach dumm.  In jedem Anstieg, in dem mir die Kraft ausgeht, hasse ich mich dafuer.  Das ist so sinnlos.  Aber ich kann nicht aufhoeren.

Zum Zweiten (und das wiegt noch viel schwerer), ist die Tatsache, dass eine bestimmte Sie vor einigen Wochen einfach die Kommunikation eingestellt hat.  Und ich verstehe einfach nicht, warum.  Wir kennen uns inzwischen seit mehr als 20 Jahren und hatten, wie sagt man heute so schoen, eine „on and off Beziehung“.  Mein letzter Status war „on“.  Unser letztes treffen harmonisch und sehr schoen.  Ich bin mir keiner Schuld bewusst.  Auf einmal ignoriert sie alle meine Kontakversuche.  Das frustiert mich masslos.

Mit Verlusten und Niederlagen kann ich inzwischen gut umgehen.  Sie gehoeren zu meinem Leben.  Will man etwas erreichen, so muss man sich bewegen.  Nach vorne.  Und Risiken eingehen.  Das habe ich immer getan, steckt in meiner Natur.  Und unterm Strich, finde ich das auch richtig so.  In jedem Risiko steckt eine Chance, aber auch eine moegliche Niederlage.  Ergo ist es fuer mich recht normal, das nicht alles so funktioniert, wie ich mir das so vorstelle.  Leben ist halt das, was passiert, waehrend man Plaene macht.

Wenn ich also etwas Neues probiere, weiss ich schon , dass der Schuss nach hinten los gehen kann.  Kein Problem.  Solange ich mir im Nachhinein irgendwie erklaeren kann, warum und wieso manches nicht geklappt hat.  Dann kann ich das verabeiten und abschliessen.  Aber ich brauche zwingend eine Erklaerung!

Und genau dass macht mich momentan echt krank.  Ich kann’s nicht verstehen.  Warum kann ein Mensch, zu dem ueber Jahrzehnte hinweg eine enge Bindung herrschte, von jetzt auf gleich das Gespraech einstellenkann?  Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was da passiert ist.  Selbst wenn ich irgendwie die Kronjuwelen gestolen haette, oder sonst einen Bloedsinn gemacht oder gesagt haette, man muss doch drueber reden koennen.  Das macht mich echt fertig.  Und sehr traurig.

Tha Lat (oder doch nicht?) nach Vientianne

Januar 22nd, 2012

Samstag, 21.1.2012

Wieder im Morgengrauen los. Die ganze Nacht hindurch hat es geregnet und stelle mich auf eine entsprechende Schlammschlacht ein. Aber nein, sind angenehme 20 Grad, die Strassen noch etwas feucht und schon sehr schnell wieder ganz trocken.

Mein Gefuehl sagt mir wieder, das ich in der falschen Richtung unterwegs bin. Also frage ich drei Laoten unabhaengig voneinander, wie ich zum Ang Nam Ngum komme. Inzwischen habe ich auch kapiert, dass es voellig sinnfrei ist, einem Lao eine Karte unter die Nase zu halten. Mal abgesehen davon, dass die wenigsten ueberhaupt lesen oder schreiben koennen, koennen schon gleich gar nichts mit einer Karte anfangen. Dass habe ich spasseshalber die letzten Tag schon ein paar mal getestet: Zeige mit dem Finger auf einen Punkt auf der Karte, der Dein vermeintlicher Standort ist. Das Gegenueber laechelt freundlich und nickt mehrfach mit dem Kopf. Dann waehle willkuerlich einen Punkt im Umkreis von 100 oder 200 km, das Gegenueber laechelt und nickt wieder fleissig.  Er hat nicht den Hauch einer Ahnung!

Jedenfalls frage ich 3 Laoten unabhaengig voneinander nach dem Weg zum Stausee.  Alle drei deuten nach Norden.  Also los.  Mein Gefuehl aber sagt mir, ich bin wieder in der falschen Richtung unterwegs.  Ich glaubte mich ja in Tha Lat, ergo muesste ich wieder weiter nach Osten fahren, bewegte mich aber zu weit nach Norden.  Naja, es gibt halt nur diese eine Strasse, also folge ich ihr weiter.  Dann erwische ich noch ein paar Hoehenmeter, die ich hier nicht erwartet haette.  Anderseits fahre ich zu einem Stausee… Auch irgendwie logisch, dass der etwas hoeher liegt.  Als ich den See erreiche, liegt dieser jedoch auf der rechten Seite, statt wie von mir erwartet frontal vor mir.  Jetzt begreife ich es dann doch so langsam und lasse mir das von einem Rezeptionist in einem Resort im Ort Na Nam bestaetigen.  Ich war niemals in Tha Lat, sondern in Pakkagnoung, 30 km suedlich von hier.

Also tue ich was gegen den immer waehrenden Hunger, werfe noch ein Immodium Akut ein (hilft zwar nicht gegen den Schmerz, aber gegen irgendwas bestimmt) und fahre die gleiche Strecke wieder zurueck.  Der Vermieterin des Guest Houses winke ich im Vorbeifahren noch freundlich zu, dem Typen in dem Resort, der mich leimen wollte, wuerde ich am liebsten einen bestimmten Finger zeigen, aber ich beherrsche mich. 

Ein paar Kilometer weiter tue ich wieder etwas gegen den immer waehrenden Hunger und treffe Heinz und Patricia wieder.  Die beiden raetseln gerade genaus so ueber ihren momentanen Standort.  Da kommen meine – inwischen gesicherten – Ortskenntnisse genau recht.  Sie hatten in Phonhong uebernachtet und heute genau den gleichen Fehler gemacht, wie ich am Vortag.

Ich bin jetzt irgendwie schlecht drauf.  Verfahren, Brille verloren, belogen worden, genau so weit wie am morgen, flotter Otto und Schmerzen.  Der erste Tag bisher, an dem ich wirklich keine Lust mehr habe.  Also beschliesse ich, mit den Beiden ein paar Kilometer mit zu fahren, und in dem etwa 20 km entfernten Keun den Bus nach Vientiane zu nehmen.  Die Zwei sind – wie man’s von den Schweizern halt so kenn – wirklich sehr gemuetlich unterwegs.  Ist mir aber momentan nicht unrecht, und ich hab ja noch Zeit genug. 

Keun ist laut Karte eine etwas groessere Ortschaft, es gibt genau eine Strasse, sollte also nicht zu verfehlen sein.  Irgendwann verliere ich meine Weggefaehrten, als ich ein Foto dieser beiden Damen mache:

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Eine gute Zeit spaeter:  Ein Schild.  Die habe ich schon seit geraumer Zeit vermisst.  Waehrend im Norden immer ein Wegweiser an den wichtigen Kreuzungen finden war, waren hier keine Schilder mehr zu finden.  Auch die Ortschaften trugen keine Namen mehr.  Die „Grenzsteine“ am Strassenrand, die in regelmaessigen Abstaenden die Entfernung zur naechst groessern Stadt zeigten, fehlten gaenzlich.  An dem Schild vor mir erkenne ich nun eine Distriktgrenze.  Also war ich etwas 20 km nach Keun.  Tsefix! 

Zurueck ist keine Option.  Und ich will unbedingt heute noch in der Hauptstadt ankommen, da ich Nachricht von einer ganz bestimmten Person aus Deutschland erwarte.  Von hier waren es noch etwa 55 km.  Also Pobacken und Zaehne zusammen kneifen und weiter.  Kurz vor Thangon, wo ich auch nochmal den Nam Lik ueberquere, finde ich am Strassenrand endlich diesen „Sticky Rice“ von dem ich schon so oft gehoert und gelesen habe.  Ich waehle die XXL-Variante fuer umgerechnet etwa einen Euro und mache eine kurze Rast.

Sticky Rice mit Kokosmilch und Fruchtstueckchen
Sticky Rice mit Kokosmilch und Fruchtstueckchen

Das Zeug gibt mir nochmal richtig Power fuer die letzten 25-30 km.  Thangon ist eine relativ grosse Stadt und der Verkehr ist ab jetzt moerderisch.  Und staubig.  Ich vermisse meine Brille instaendig.  Staub, auch ab und an vermischt mit dem einen oder anderen Insekt, in Mund und Nase, ist nicht so tragisch.  Aber meine Traenendruesen haben nicht den Hauch einer Chance, die feinen Partikel aus den Augen zu spuelen.  Der Wohlfuehlfaktor geht immer weiter runter.  Habe echt keinen Spass mehr dran. 

Wenigstens verleif die Suche nach einem Guest House diesmal unfallfrei.  Ich finde ein Zimmer, sauber, aber ohne Fenster.  Egal, ich will Duschen.  Es gibt einen halbwegs gut funktionierenden Durchlauferhitzer und paar Moskitos. 

Schnell ins Internet.  Keine Nachricht.  Nun ist der WF wirklich bei frostigen Null.
Am Abend treffe ich Pete und Harry wieder.  Sie sind mit dem Rest des Hollaendischen Cicle Clubs (insgesamt fuenf) im „Italian Pizza Pallace“ und feiern den Abschluss ihrer Reise.  Der belgische Geschaeftsfuehrer nimmt meine Order auf und der chinesische Koch bereitet mir eine Pizza Diavolo (zugegeben, Pizza Americano haette besser in diesen Text gepasst, aber ich mag’s scharf).  Das Essen, die gute Laune der Hollaender und ein/zwei Beerlao haben dann meine Laune wieder etwas verbessert.
Schlechte Tage gehoeren halt auch dazu. 
Ich werde jetzt erstmal 2 Tage in Vientianne bleiben und versuchen, mit Voltaren und wenig Bewegung die Sache wieder in den Griff zu kriegen…dann mal sehen.
Statistik:
km: 130/690
Zeit: 6:45
Durschnitt: 19,3
Wohlfuehlfaktor:  0-2

Vang Vieng nach Tha Lat

Januar 22nd, 2012

Freitag, 20.1.2012

Habe an diesem Morgen ein wenig verschlafen, so komme ich erst gegen 9 auf die Strasse.  Anfangs ist die Strecke noch huegelig und es ist recht viel Verkehr.  Die Strasse ist relativ gut, aber die vielen Fahrzeuge wirbeln viel Staub auf.  Am Vortag hatte ich mir noch einen Mundschutz organisiert (in himmelblau – sonst gab’s nichts anderes ausser pink), wie ihn viele Lao im Strassenverkehr tragen.  Doch es ist schon etwa 25 Grad und schwitze mal wieder recht ordentlich.  Durch einen feuchten Mundschutz zu atmen erweist sich als unmoeglich.  Also wandert der wieder in die Taschen und ich habe schnell sandige Zaehne.  Egal.

Nach etwa einer Stunde treffe ich Patricia und Heinz us dr Schietz.  Er wirkt ein wenig wie ein Packesel, die Beiden haben tonnenweise Gepaeck an den Raedern kleben.  Nach einem kurzen Smalltalk ala woher und wohin verabschiede ich mich mit den Worten: „See you on the road“.

In dem Oertchen Phonhong geht’s nach links weg.  Strasse wird deutlich besser und der Verkehr ist auf einmal weg.  Ich moechte auf dem Weg in die laotische Hauptstadt einen kleinen Umweg zum Stausee „Ang Nam Ngum“ machen.  Soll sehr schoen sein, habe ich mir sagen lassen. 

Allerdings muss ich feststellen, dass es bis dahin wohl nicht mehr viel zu sehen geben wird.  Es ist topfeben und ich kann nie weit sehen.  Im Wesentlichen gibt es drei Varianten: Links Wald/gruenes Gestruepp, rechts ebenso.  Vorne Strasse.  Oder links Haeuser, rechts ebenso.  Vorne Strasse.  Oder Reisfelder links und rechts, manchmal mit ein paar Kuehen drauf.

An der linken Achillessehne bekomme ich nun recht starke Schmerzen.  Die kommen aber nicht von den Muskeln.  Ich fuerchte, da hab ich mir wohl eine Entzuendung eingefangen.  Also runter vom Gas und langsam in der Ebene weiter ziehen.  Gefuehlsmaessig bewege ich mich etwas zu sehr nach Sueden.  Aber der Himmel ist mit schweren Wolken beladen und ich kann den Stand der Sonne nicht genau einschaetzen.  Eine Standortbestimmung mit Kompass und Karte faellt flach, da ich dazu mindestens 2 Bezugspunkte in der Landschaft finden muss, die ich auch in der Karte identifizieren kann.  Wie oben erwaehnt, kann ich aber nichts sehen.  Im Gegensatz zum Norden, finde ich auch keine Schilder mehr.  Die Orte tragen keine Namen und auch die Grenzsteine am Strassenrand, die alle paar Kilometer die Entfernung zur naechsten groesseren Stadt anzeigten, sind verschwunden.  Irgendwann erreiche aber dann planmaessig den Fluss „Nam Lik“.  Hier wundere ich mich ueber die fehlende Bruecke.  Stattdessen gibt’s eine Faehre.  Vielmehr ein noch schwimmendes Wrack mit furchbar lautem und stotternden Aussenbordmotor. 

Beim schieben meines Bikes auf diesen schwimmenden Seelenverkaeufer faellt mir meine Brille, die ich auf die Satteltaschen gelegt hatte, genau auf der Rampe runter, durch die Rippen durch und „plumps“ ins Wasser.  Keine 2 Sekunden spaeter hat sie die dunkle Bruehe und die Stroemung verschluckt.  Mist.  Eine dumme Unachtsamkeit meinerseits.

Auf der anderens Seite angekommen, mache ich mich auf die Suche nach einer Unterkunft.  Erst sehe ich etwa 5 km nichts, was irgendwie nach Guest House aussieht.  Dann finde ich ein Resort (normalerweise nicht meine Preisklasse), und ich moechte mich mal nach dem Preis erkundigen.  Ein recht gut Englich sprechender Portier moechte 35 Dollar fuer ein zugegeben sehr schoenes Zimmer mit Blick auf den Fluss.  Aber was will ich mit Marmorfliesen, Klimaanlage und Aussicht bei Nacht, wenn ich mich lediglich kurz zum Schlafen dort aufhalten werde.  Also frage ich den Portier, ob ist in der Naehe nicht ein etwas guenstigeres Guest House gaebe.  „No, no!  No Gehou ere.  Dis onliii otel ere!“  Irgendwie traue ich dem Kollegen nicht und fahre weiter.  Keine 3 km weiter finde ich dann doch eins.  Fuer umgerechnet 5 Euro die Nacht, sauber und ruhig.  Ok, kein warmes Wasser, dass macht mir aber ueberhaupt nichts aus.  Das erste Mal, dass ich so offensichtlich von einem Laoten belogen worden bin.  Aergert mich ein wenig, aber mein Abendessen war dafuer wiedermal ausgesprochen gut und reichlich.  Wohlfuehlfaktor am Abend bei einer guten Sieben.

Statiskik:

km: 130/500
Zeit: 6:05
Durchschitt: 21,3
Wohlfuehlfaktor: 7

Kasy nach Vangvieng

Januar 19th, 2012

Es ist neblig und mit 13 Grad entschieden zu kalt.  Witzig, wie schnell sich der Koerper an klimatische Bedingungen gewoehnt.  Stimmt mich hoffnungsvoll, wenn ich im Februar wieder ins kalte Muenchen komme.  Vielleicht muss ich gar nicht so lange frieren.

Ich packe mich warm ein und mache mich auf den Weg.  Die Strecke ist meist eben, ergo komme ich recht schnell voran.  Meine Waden brennen wie die Hoelle.  Ich besteche sie mit dem Versprechen, in Vangvieng wieder einen Tag Pause einzulegen.  Nach einer guten halben Stunde warm fahren, verrichten sie aber dann doch tapfer ihren Dienst.  Aber nicht ohne mich noch ein paar mal an das gegebene Versprechen zu erinnern.

Etwa 20 km vor Vangvieng wird die Strasse deutlich schlechter.  Viele Pistenabschnitte mit teilweise heftigen Schlagloechern.  Ich spiele mit einem LKW Rennerless.  Auf den asphaltierten Teilen zieht er an mir vorbei, auf der Piste erweist sich die Holgi-Cube-Kombi als deutlich gelaendegaengiger.  Das Spielchen machen wir 5/6 mal, der Fahrer sichtlich amuesiert, und deutet mir mit dem Blinklicht, wenn ich wieder ueberholen kann.  Ist aber eine staubige Angelegenheit und ich lasse ihn ziehen.

Noch ein paar Kilometer vor dem Stadtzentrum von Vangvieng mache ich mich auf die Suche nach einer Unterkunft.  Und irgendwie scheint mir die Hotelsuche hier irgendwie gefaehrlich.  Wieder kleben meine Augen an den Schildern, die mir den Weg zu einem Guest House weisen sollten.   Ich uebersehe ein Schlagloch, der Vorderreifen uberlebt es Dank der Daempfer, der Hinterreifen kann aber das Gewicht von mir und den Taschen nicht abfedern.  Premiere, mein ersten platter Reifen bis hier hin.  Schiebend erreiche ich nach ein paar hundert Metern ein sehr schoenes Guest House direkt am Fluss.  Diesmal sogar mit einem Klo, auf dem man auch richtig sitzen kann.  Purer Luxus.

Statistik:

59 km / 300 Hm
Zeit: 2:40
Durschnitt: 21,7
Wohlfuehlfaktor: 5

Koikacham nach Kasy

Januar 19th, 2012

Meine Futtersuche am Vortag war irgendwie erfolglos gewesen. Es gab zwar eine Menge Doerfer zwischendurch und Strassenstaende, an denen ich meinen Wasservorrat auffrischen konnte, aber irgendwie nix Ordentliches zu beissen. Also waren meine Vorraete an Erdnuessen und so einer Art Muesliriegeln aufgebraucht. Ich decke mich wieder mit allerlei Knabbereien ein und mache mich auf den Weg.
Die ersten 50 km mit viel Hoch und Runter, teilweise sehr steile Abschnitte. Ich kann mich an der Landschaft nicht satt sehen. So schoen hier oben. Dann kommt eine unglaublich lange (etwa 20 km), kurvenreiche Abfahrt. Ich habe Schwierigkeiten, meine Augen immer wieder von der Landschaft auf die Strasse zu richten. Die Strassenverhaeltnisse sind recht gut, nur etwa jede 10te Kurve ist ausgefahren und mit fiesen Schlagloechern gespickt.

Unten angekommen, gab es eine heisse Quelle. Eigentlich war mir bei 30 Grad gerade nicht wirklich nach einem heissen Bad, aber nun bin ich schon mal hier, also rein. Ein paar Minuten im warmen Wasser war dann doch irgendwie gut.
Auf den letzten Kilometern des Tages galt es dann nochmal ein paar Anstiege zu meistern. Waehrend mein Hintern seinen Protest weitestgehend eingestellt hatte, waren meine Waden sehr erbost ueber die bis hierhin etwa 2500 zurueckgelegten Hoehenmeter. Das taten sie mit schmerzhaften Kraempfen kund, die mich immer wieder zum Anhalten zwangen.

In Kasy angekommen, hatte ich dann einen kleinen Unfall. Im Nachhinen recht lustig. Bei der Suche nach einem Guest House bin ich langsam, vielleicht mit 10 km/h ganz rechts auf der Strasse gefahren. Auf einmal rammt mich ein mit 3 Laotinnen besetztes Moped von hinten. Erwischt meine linke Satteltasche und ich spuere einen Schlag oberhalb der linken Huefte. Es kommt jedoch niemand zu Fall. Ich checke erst das Bike, dann mich. Die untere Halterung der Satteltasche war ausgehebelt, aber reparabel sonst nichts. Die Fahrerin der Mopeds gestikuliert wild und deutete mir, sie habe auf der gegenueberliegenden Strassenseite nach den dort feil gebotenen Mandarienen geschaut und mich uebersehen. Ich besinne mich meiner Manieren und setze das breiteste Laecheln auf, das ich diesem Moment her zaubern konnte. Sofort entspannt sich die Lage merklich, alles lacht wieder. Man entschuldigt sich noch gefuehlte hundert mal, ploetzlich habe ich einen Tasse Tee und etwas frisches Obst in der Hand.

Laechle, und die Welt laechelt zurueck!

Luang Prabang nach Koikacham – ab in die Berge

Januar 19th, 2012

Nach drei sehr entspannenden Tagen in Luang Prabang breche ich noch im Morgengrauen auf Richtung Vientiane. Es sollte bergig werden, zumindest sah das auf meiner Karte so aus. Die ersten 25 Kilometer waren recht unspektakulaer. Recht viel Verkehr. Und dann ging’s nach oben. Aber Hallo. Ca. 600 Hoehenmeter in einem Zug hoch. Auf dem Anstieg treffe ich Harry und Pete aus Holland. Zwei lustige Gesellen und erfahrenen Radler. Sie sind fuer 12 Tage in Laos. Ich fahre ein wenig voraus und wir machen immer wieder gemeinsam Rast.
Irgendwann ist der hoechste Punkt des Passes erreicht, und bei folgenden Abfahrt kommt wieder Freude auf. Ratzfatz runter, ueber’s Brueckle rueber und wieder hoch. Nochmal etwa 700 Hoehenmeter, wieder ohne flache Stuecke, in denen sich die Beine etwas erholen koennten. Da war am Ende der Kraft doch noch ne Menge Berg uebrig. Gegen 16:30 ist der Ort Koikacham erreicht und wir geniessen einen herrlichen Sonnenuntergang.

Auf den Weg hierher passieren wir eine Reihe Hmong-Doerfer. Mir fallen die vielen Kinder auf, die sich wieder sehr freuen, mich zu sehen, zur Strasse rennen und mir die Haende zum Abklatschen entgegen halten. Ueberall nur lachende Gesichter. Die Frauen sind alle sehr schoen gekleidet, mit farbenfrohen Roecken und Tuechern. Sauber und gepflegt. Die Maenner sind genau das Gegenteil. Wuerde man so einen Gesellen einen halben Meter in den Dschungel stellen, er wuerde glatt mit seiner Umgebung verschmelzen.
Ferner scheinen die Muetter hier sehr jung zu sein. Auch wenn die Asiaten in europaeischen Augen wohl immer etwas juenger aussehen, als sie tatsaechlich sein moegen, glaube ich, so manche Mutter ist selbst noch ein Kind.

Statistik:
79 km / 1600 Hm
Zeit: 6:15
Durschnitt: 12,5
Wohlfuehlfaktor: 6-7

Pakmong nach Luang Prabang. Genussstecke.

Januar 15th, 2012

Eine Strecke zum Geniessen. Die 120 Kilometer gehen ueberwiegend in der Ebene oder leicht berab im Tal des Nam Ou entlang. Mein Hintern hasst mich, und ich ihn. Dennoch finde ich grossen Gefallen an der Landschaft und am Dahinrollen. Am Vortag ist der Seilzug fuer den forderen Zahnkranz gerissen. Natuerlich habe ich tonnenweise Ersatzteile fuer’s Bike dabei, aber an Bowdenzuege hab ich Depp nicht gedacht. So habe ich den Umwerfer auf’s mittlere Ritzel fest geklemmt und somit nicht mehr alle Gaenge zur Verfuegung. Schade, denn gerade auf den langen, abschuessigen Teilstrecken haette ich richtig Strecke machen koennen. Gediegenes Rollen und Landschaft auf sich wirken lassen, war angesagt. Schoen! Ein paar Anstiege sind drin, Alles in Allem aber harmlos. Am spaeten Nachmittag erreiche ich Luang Prabang. Hier moechte ich 2 Tage Popopflege betreiben und mich ein wenig um sehen.

Knapp 400km und ca. 2700 Hoehenmeter liegen nun hinter mir. Aber war toll. Ich kann nur jedem empfehlen, diese Strecke mal zu machen.

@ Vera & Josef: Vielen Dank fuer diesen Tipp. Hoffe, Ihr hattet aehnlich schoene Tage im Sattel.
@ Hannelore: Tiefer Respekt! Wenn ich mit ueber 60 noch in der Lage sein sollte, eine solche Strecke zu meistern, werde ich sehr zufrieden sein.

Statistik:
km: 122 / 350 Hm
Zeit: 6:15
Durchschnitt: 19,5
Wohlfuehlfaktor: 8 (zwei abgezogen wegen akutem Popoproblem)

Oudomxai nach Pakmong. 2 Paesse, 2 tolle Abfahrten.

Januar 15th, 2012

Wir sind wieder ein wenig spaet dran, aber die Strecke sieht auf der Landkarte relativ einfach aus.  Ca. 90 km stehen auf dem Programm fuer heute.  Wie sich aber herausstellt, ist meine Karte in Sachen Hoehe nicht wirklich hilfreich.  Es geht hoch.  Und wie.  Mein Hintern und ich kommen so langsam in echte Schwierigkeiten miteinander.  Landschaftlich ist die Strecke aber mal wieder ein echter Knaller.

Am Ende des Tages haben wir 2 hohe Paesse hinter uns gelassen, dafuer aber auch 2 tolle Abfahrent genossen. Leider waren die Strassenverhaeltnisse auf dieser Etappe nicht mehr so gut. Vor Allem in den Kurven, also da wo man sie am wenigsten brauchen kann, waren die meisten Schlagloecher und viele Schotterpisten. Also immer schoen runter bremsen und langsam durch. So schade. Die letzten 15-20 km der Tagestour gingen dann nur noch bergab, teilweise recht steil. Der Wohlfuehlfaktor wurde dann aber von fast 10 nach unten korrigiert, da ich bei einer rasanten Fahrt durch ein Dorf fuer den ploetzlichen Tod eines Huhns verantwortlich war. Normalerweise machen Hunde, Katzen, Schweine, Huehner und was sonst noch rechtzeitig Platz. Dieses Exemplar hatte allerdings ein wenig Probleme, die richtige Fluchtrichtung zu finden: erst nach links, dann nach rechts, fast geschafft, nochmal Kursaenderung nach links, padum, padum. 100 Kilo gegen eins, unfairer Kampf. War mir natuerlich aesserst peinleich. Schnell kam eine Frau, hat dem armen Huhn noch mal eben den Kragen rum gedreht und hat meine Entschuldigungsversuche mit einem Laecheln abgetan. „No problem, no problem“, hiess es. Scheint hier wohl oefter zu passieren…

Statistik:
Gefahrene km: 91 bei 1450 Hoehenmetern
Zeit: 6:15
Durchschnitt: 15 km/h

Pakbeng nach Oudomxai. Josef hatte Recht. Traumhaft!

Januar 15th, 2012

Hannelore und ich hatten uns fuer 8 Uhr verabredet, bis wir dann los kamen, war es dann aber doch schon wieder nach neun.  Schon ein wenig zu spaet fuer die geplanten 150 km.  Aber gut, so ist das halt in Laos…

Die ersten Kilometer sind wir gemeinsam gefahren.  Beim Ratschen stellte sich dann heraus, das ich mich bei Hannelores Alter um ganze 10 Jahre verschaetzt hatte.  Sie hatte Anfang Januar ihren 62 Geburtstag gefeiert.  Da sieht man mal wieder: Sport und Kinder halten einen jung.  Ich hatte ein wenig Zweifel, ob sie die geplante Tagesetappe durchhalten wuerde.  Nach ca. 50 km gab es die letzte Moeglichkeit, in einem Guest House zu uebernachten.  Hanne wollte aber weiter fahren, ich natuerlich auch.  Also haben wir ausgemacht, dass ich ab jetzt voraus fahre, um in Oudomxai schon mal eine Unterkunft zu suchen.

Und Josef hatte Recht.  Die Strecke war einfach traumhaft!  Ein paar wenige steile Anstiege, groesstenteils aber harmlos. Landschaftlich ein echter Knaller!  Wohlfuehlfaktor ist bei 9 gelandet.  Das Bike schnurrt wie ein Kaetzchen, Koerper funktioniert wie ein Uhrwerk.  Ach, ich mag die Beiden!

Meine Sorge, ich wuerde vielleicht nicht genug Wasser auf der Strecke finden, hat sich mittlerweile in Luft aufgeloest.  Alle paar Kilometer komme ich durch ein Dorf, in dem ich meine Vorraete aufstocken kann.  Ueberall freuen sich die Leute, vor Allem die Kinder, wenn ich vorbei sause.  Die Kids gruessen lautstark, stehen am Strassenrand und ich muss im Vorbeifahren abklatschen.

Gegen Nachmittag halte ich wieder an einem Strassenstand, um meine Wasserflaschen nachzufuellen und gerate in eine Runde Maenner, die gerade beim Feierabendbier zusammensitzen.  Man amuesiert sich koestlich ueber meine Klamotten, jeder muss mich mal anfassen.  Auch finden sie meine Behaarung an Armen und Beinen sehr interessant.  So finde ich mich in einer Runde erwachsener Maenner wieder, die alle an mir rumzupfen.  Einer von den Kollegen hat aber offensichtlich schon entwas frueher mit dem Beer Lao angefangen und war sichtlich angetrunken.  Ich hatte alle Muehe, ihn davon zu ueberzeugen, dass es wohl keine gute Idee ist, mit meinem Rad eine Runde zu drehen.

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Es geht auf den Abend zu und gegen 16 Uhr habe ich noch ca. 50 Kilometer vor mir. Also packe ich die Lampe ans Rad und mache mich bereit, in den Abend zu fahren. Es wird schnell dunkel und kalt. Die Laoten in den Doerfern versammeln sich um die Lagerfeuer, essen, tratschen und lachen. Sie machen auf mich einen sehr froehlichen Eindruck, auch wenn sie fuer mich in sehr aermlichen Verhaeltnissen leben. Es bilden sich dichte Rauchschwaden in den Doerfern, und von einigen russspuckenden LKW abgesehen, riecht es ueberall nach lecker Essen. Ich habe grosse Lust, einfach irgendwo anzuhalten und nach einem Platz zum Schlafen zu fragen. Ich war sicher, aufgenommen zu werden und waere sicherlich die Hauptattraktion des Dorfes geworden. Aber ich wusste, dass Hannelore es irgendwie nach Oudomxai schaffen wuerde, zur Not haette sie sicherlich einen Bus oder einen Pickup Truck angehalten, um sich mitnehmen zu lassen. Also hiess es weiter fahren. Die letzten 2 Stunden des Tage fuhr ich also im Dunklen und hab die Zeit mit der Suche nach Schlagloechern in dem hellen Fleck vor mir zugebracht. Hat den Wohlfuehlfaktor deutlich gesenkt. Trotz allem eine tolle Tour.

Hannelore hat den Weg auch gemeistert. Respekt. Am Ende standen 165 km auf dem Tacho.

Statiskik:
km: 165/860
Zeit: 9:15
Durchschnitt: 18 km/h
Wohlfuehlfaktor: 8 (nur wegen der Nachtfahrt, ansonsten waere das sicher eine 10 geworden)

Chiang Kong, rueber nach Laos und mit dem Slow Boat weiter

Januar 14th, 2012

Am Abend im Guest House traf ich noch auf 2 Biker, Vera und Josef.  Die Beiden waren vom Sueden Thailands nach Norden gefahren, entlang der Grenze zu Burma.  Josef gab mir den Tipp, dass die Strecke von Pakbeng ueber Oudomxai nach Luang Prabang wohl eine der schoensten sein soll, die man in Laos befahren kann.  Keine Frage, das musste ich natuerlich nachpruefen.  Also schnell ueber den Fluss, Papierkram erledigen, Ticket fuers Slowboat organiseren und los.  Als ich dann am Boot ankam, war schon ein weiteres Rad auf dem Dach vertaeut.  Die Besitzerin war schnell ausfindig gemacht.  Hannelore aus Schweden.  Eine lustige Dame, ich schaetzte sie um die 50.  Kurzerhand haben wir entschieden, die naechsten 4-5 Tage gemeinsam zu fahren. Ansonsten ist an diesem Tag nicht viel passiert.  Die sieben Stunden auf dem Slowboat waren endlich mal eine gute Gelegenheit, meinem Buch ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken, und natuerlich die tolle Landschaft zu geniessen.

Mai Sai nach Chiang Kong

Januar 8th, 2012

Wohl die schoenste Tour bis jetzt.  Nun fuehlt es sich langsam so an, wie ich es mir ertraeumt habe!

Noch im morgengrauen belade ich das Bike, schnappe mir noch schnell ein Fruehstueck und mache mich auf den Weg nach Osten.  Es ist 18 Grad und mich froestelt ein wenig.  Wie geht dass denn?  18 Grad und Holgi friert…naja, dauert nicht lange, bis der Koerper auf Betriebstemperatur und ich geniesse es, endlich ueber freies Land zu fahren.  So hab ich mir das vorgestellt.  Immer der aufgehenden Sonne entgegen.
Sonnenaufgang oestlich von Mae Sai
Sonnenaufgang oestlich von Mae Sai

Leider war meine kleine Canon IXUS mit den Gegenlichtaufnahmen hoffnungslos ueberfordert.  Somit bleiben die schoensten Bilder dieses Sonnenaufgangs undigitalisiert und hoffentlich fuer sehr lange Zeit in meinem ganz privaten – voll biologisch abbaubaren – Hauptspeicher.

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Ist das der Mekong da vorne?

Ist das der Mekong da vorne?

Jepp, das musser wohl sein.

Jepp, das musser wohl sein.

Kurze Zeit spaeter erreiche ich die Stadt Chaing Saen.  Ich hatte schon wieder so ein Grosstadtgetuemmel befuerchtet, aber es ist ein kleines aber keineswegs verschlafenens Staedtchen.

Chiang Saen

Chiang Saen

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Nach ca. 75 km mache ich Rast.  Mit mir beim Essen ein paar Kinder, die sich ganz koestlich ueber mich/und/oder mein Outfit amuesierten.  Die Koechin – mit sehr, sehr begrenzten Englich Kenntnissen – wollte wohl wissen, wo ich her komme und wo ich hin will.  Ich nannte Ihr Start und Ziel, irgendwie kam ihr das aber wohl spanisch vor.  Schnell war jemand organisiert, der ganz passabel English sprach.  Als ich ihm von der Strecke, die ich bis jetzt erledig hatte, berichtete und er dies uebersetzt hatte, waren die Augen der Kids gross.  So oft kommt da einer wie ich wohl nicht durch.  Ich hab dann noch eine Runde Werters Echte (ganau fuer diese Gelegenheiten importiert) ausgegeben und der Abschied war sehr herzlich.
Wie sich jetzt herausstellte, war die Staerkung ganau zur richtigen Zeit eingenommen.  Denn es wurde wieder steil.  Die letzten Kilometer dieser Tour musste ich mir wieder hart erarbeiten.  30 Grad, Steigungen mit bis zu 15% und schon 75km in den Beinen.  Aber Ihr wisst ja, ich mag’s, wenn’s a bisserl zwickt.  Zwischendurch habe ich aber immer wieder traumhafte Ausblicke auf den Mekong und einige Seitentaeler.  Das entschaedigt fuer Einiges.
Gegen 14 Uhr kam ich dann an meinem Etappenziel an, das uebliche Programm: Guest House, duschen, essen, bloggen.
Statistik:
Gefahrene km: 99 bei 844 Hm
Zeit: 5:05
Durschnitt: 19,5
Durchnittliche Steigung 5%
max. Steigung 15%
Wohlfuehlfaktor: 9 (wollte mir eigentlich schon einen 10 geben, aber wer weiss, was noch kommt)
Nachsatz:  Ich komme mit diesem Tool noch nicht so zurecht, moechte aber auch nicht allzuviel Zeit auf Aeusserlichkeiten verschwenden.  Daher hier nochmal alle Bilder in Galierieform (auf’s erste Bild klicken hilft):

Chiang Rai nach Mae Sai

Januar 7th, 2012

Alles in Allem recht unspektakulaer.  Die Strecke war topfeben bis minimal bergauf.  Von der Landschaft habe ich leider auch nicht viel gesehen, da fast die gesamte Strecke einem Strassendorf glich.  Nur selten konnte ich zwischen den Haeusern hindurch einen Blick auf die dahinter liegenden Reisfelder und die Berge in der Ferne erhaschen.  An den paar offenen Stellen habe ich ein paar Bilder gemacht.

Vor Allem die Gebiete, in denen ein Reisfeld neben dem anderen ist, sehen recht trostlos aus.  Reisernte ist wohl grad vorbei, ergo sind sie meist schlammig-braun.

Statistik:

Gefahrene km: 70 bei 145 HM
Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,5km/h
Fahrzeit: 3:10
Wohlfuehlfaktor: 7 (Skala von 1-10)
Maximale Steigung: 5%
Steigung Durchschnitt: 0%

Ein Tag in Chiang Rai

Januar 6th, 2012

Nachdem ich derzeit eher spontan, dafuer aber schnell eine Toilette brauche, habe ich mich entschieden, einen Tag Pause in Chiang Rai zu machen.  Nach dem Fruehstueck noch mal hinlegen.  Was ein Luxus.  Gegen Mittag bin dich dann zum Wat Khon Kurn, danach dann zu einem Wasserfall mitten im Dschungel.  War so 4 km Fussmarsch, die haben aber echt gut getan.  Es war kuehl und sehr angenehm.

Morgen geht’s dann weiter nach Mae Sai.  60 km – gemuetlich.

Mae Khachan nach Chiang Rai

Januar 6th, 2012

Wieder breche ich frueh auf, um die kuehlen Morgenstunden auszunuetzen. Es sind 21 Grad um 7:30 Uhr morgens. Dicker Nebel laesst mich kaum 50m weit sehen. Fahre ohne Brille, da diese sofort beschlaegt, die Klamotten sind komplett durchnaesst und Tau setzt sich meinen Haaren von Armen und Beinen ab. Dennoch empfinde ich das als ausserst angenehm – sehr zum Erstaunen der Thais, die in dicken Jacken rum rennen.
Ich habe Lust auf einen richtigen Kaffee und etwas Gebaeck drumrum. Aber wie es manchmal einfach so ist – nichts zu finden. Zwar fahre ich an unzaehligen Strassenstaenden vorbei, aber keiner dabei, der nach gutem Kaffee aussieht. Bis ich einen finde, hab ich schon wieder 20 km hinter mir. Das Bike schnurrt wie ein Kaetzchen, Koerper tickt wie ein Uhrwerk. Ich habe wirklich Schwierigkeiten langsam und ohne grossen Kraftaufwand zu fahren und muss mich selbst immer wieder ermahnen, etwas Gas raus zu nehmen.
Hier draussen werden die Thais auch langsam mehr und mehr auf mich aufmerksam. In meinen Radlklamotten muss ich auch auf sie wirken wie ein Papagai auf Raedern. Kinder rennen ein Stueck mit mir mit und rufen „Falang, Falang“(Langnase). Danach und davor sagen sie nochwas (Freiraum fuer jegliche Interpretation).
Es geht dahin. Ich mache immer wieder kurze Pausen um zu Essen und zu Trinken und ermahne mich selbst, langsam zu fahren. Klappt nicht so wirklich. Bei Kilometer 75 legen dann meine Beine veto ein. Voellig spontan und ohne jegliche Vorwarnung. Zwischenzeitlich war es kurz vor Mittag und die Sonne hatte den Nebel weg gebrannt. Um die 30 Grad. Ich hatte wohl einfach vergessen, genug Wasser nachzufuellen und jetzt ging nichts mehr. Und wieder wie verhext, mitten in der Pampa. Waehrend ich auf der Strecke bis hier her mindestens alle 1-2 km eine Rast- und Einkaufsmoeglichkeit gesehen hatte, war hier auf einmal voellige Einoede. Tolle Landschaft, aber nix zum Beissen, vor allem kein Wasser mehr. Also Pobacken zusammen kneifen und weiter. Bei km 85 dann die Rettung. Eine kraeftige Nudelsuppe, 3 oder 4 Liter Wasser, angereichert mit hochdosierten Mineralien Marke BASF und einer Immodium Akut (jepp, es war dann wohl soweit), haben es wieder gut gemacht.

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Meine Beine und ich schlossen wieder unseren Frieden und die letzten 25 km nach Chiang Rai waren ruck zuck vorbei. Mein Hintern allerdings hat mir noch nicht verziehen.

Statistik:

Gefahrene km: 116 bei 360 HM
Durchschnittsgeschwindigkeit: 23 km/h
Fahrzeit: 5:00
Wohlfuehlfaktor: 5 (Skala von 1-10)
Maximale Steigung: 10%
Steigung Durchschnitt: 3%

Chiang Mai nach Mae Khachan

Januar 6th, 2012

Am Morgen breche ich frueh auf und finde schnell meinen Weg zur Autobahn Richtung Chaing Rai. Angenehme 23 Grad, leicht bewoelkt. Schnell habe ich die Stadt und den Verkehr hinter mir gelassen. Es laeuft gut. Fuehle mich gut, dennoch kommt langsam Zweifel auf, ob ich mir da nicht ein wenig zu viel zu gemutet habe. IMG_3127

Nach etwa 2 Stunden mache ich die erste Rast an einem typischen Thai Strassenstand. Irgendwas fleischiges, gegart in Bananenblaettern, salzig, sauscharf und superlecker. Dazu Reis.

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Ich schaue auf meinen Tacho und stelle fest, schon 50 km erledigt. Ich bin viel zu schnell. In der Vorbereitung auf diese Reise war ich im Fitness Studio beim Spinning. Dabei habe ich meinen Koerper innerhalb kuerzester Zeit an die Leistungsgrenze getrieben und dort gehalten. Irgendwie musste ich ja die geplanten 80-100 km Etappen simulieren. Jetzt muss ich selber ein wenig bremsen, um mich nicht schon am ersten Tag zu verausgaben. Ich wusste, das ich im Norden Thailands ein paar Hoehenmeter schlucken musste. Nur nicht so genau, wann und wo. Jetzt kams. Es waren 600 auf ca. 10 km bergauf. Teilweise bis 11% Steigung. Hier haben mir die knapp 25 Kilo unter mir echt zu schaffen gemacht. Dazu wurde es langsam echt heiss. Bei ueber 30 Grad bin ich also diesen Berg rauf. Das Training der letzten Monate hat sich spaetestens jetzt bezahlt gemacht. Als ich dann oben war, hatte ich 6 Liter Wasser durch und war null mal pieseln.
Dann aber habe ich wohl eine der schoensten Abfahrten meines Lebens geniessen konnen. Die letzten 20 km nach Mae Khachan fuehrten fast nur noch bergab, traumhafte Landschaft (Spitzengeschwindigkeit 70 km/h…kann ich selbst kaum glauben. Aber der Tacho sagt’s, und sonst hat er auch recht gehabt…).
Statistik:
gefahrene km: 91 bei 1050 HM
Durchschnittsgeschwindigkeit: 19 km/h
Fahrzeit: 4:45
Wohlfuehlfaktor: 5 (Skala von 1-10)
Maximale Steigung: 11%
Steigung Durchschnitt: 4%

2 Tage in Chiang Mai

Januar 6th, 2012

Als ich ankam, war die Stadt noch verschlafen, vereinzelt Menschen unterwegs. Ich machte mich auf ins Zentrum, um mir dort eine Herberge zu suchen. Dank meines letzten Besuches vor 3 Jahren hab ich mich schnell zurecht gefunden und sogar wieder das Guest House gefunden, in dem ich damals war. Aber da war noch keiner wach. Also bin ich einfach noch ein wenig rum gefahren und habe dabei zu gesehen, wie die Stadt langsam erwacht. Und ihre Gerueche aufgesogen und die kuehle Morgenluft in vollen Zuegen genossen.

Gegen 7 hatte ich dann mein Zimmer mitten im Zentrum bezogen, geduscht und – dank Jet Lag, denke ich – voller Tatendrang nach Beschaeftigung gesucht. Also, schnell lecker Fisch am Markt zum Fruehstueck, zurueck ins GH, Radl schnappen und los.

IMG_3090Bin einfach frei Schnautze Richtung Osten, in die Aussenbezirke der Stadt. Inzwischen war viel los und ich musste mich erst mal an die Gepflogenheiten des hiesigen Strassenverkehrs gewoehnen. Es ist chaotisch, scheinbar ohne wirkliche Regeln, ausser, dass man halt links faehrt / oder sollte. Ampeln, wenn vorhanden, bestenfalls eine Richtlinie. Aber man faehrt sehr ruecksichtsvoll. Nie hatte ich das Gefuehl, von jemandem bedraengt zu werden. Da habe ich in Muenchen schlimmeres erlebt. Gegen 11 kam dann die Sonne durch und es wurde mir entschieden zu heiss. Zurueck ins GH, Nickerchen machen.

Am fruehen Nachmittag bin ich wieder aus dem Bett gefallen und wollte ein wenig die Stadt erkunden.  Noch am GH lernte ich Josi kennen, aus Hamburg, seit 4 Jahren in SOA. Zeitweise hat sie wohl in Australien als Erntehelfer gejobed und ist nun wieder auf Reisen. Sie ist wohl nicht die schnellste, aber dennoch nett. Wir beschlossen, in einem Buchladen nach was Lesenwertem zu suchen. Als sie dann aber nach geschlagenen 2 Stunden immer noch keine Wahl treffen konnte, bin ich dann wieder alleine weiter. Asien scheint dann wohl doch abzufaerben.

Der naechste Tag war eigentlich zum relaxen und zur Gewoehnung ans Klima gedacht. Irgendwie hat mein Radl, bzw. die Vorderbremse auf der Reise dann doch was abbekommen. Ich vermutete Luft in der Hydraulik. Selbstverstaendlich habe ich tonnenweise Ersatzteile dabei, nur kein Oel fuer die Bremsen. Auf meiner morgenlichen Tour am Vortag ist mir aber ein Laden aufgefallen, der MTBs verleiht und Tracking Touren anbietet. Also hab ich versucht, den wieder zu finden und auch geschafft. Die Bremse war im Nu wieder ok und ich hab nebenbei gleich eine gefuehrte Downhill Tour gebucht. Eine Stunde spaeter ging’s dann auch gleich los…

Mountainbike-Sicherheitstraining auf Thai: „We’ll drive you up that mountain. There’s a bike for you. Wear a helmet“. Ich hab meins mitgenommen, wenn ich auch wusste, das es nicht wirklich fuer Downhill gemacht war. Aber unglaublich. Da hat aber auch niemand nachgefragt, ob die Leute schon etwas Erfahrung haben. Es gab 3 Alternativen: Downhill fast, slow oder cross country. Ich hab mich natuerlich fuer die Erste entschieden. So auch 2 Englaender, die offensichtlich noch nie einen echten Single Trail gefahren sind. Schon gleich gar nicht so einen. Ich bin ja zwar kein wirklicher Downhill-Profi, dennoch etwas erfahren. Und mich hat’s auch mehrfach geschmissen (Erkenntniss: kaufe Qualitaet. Bei einem Sturz bin noch gut aus den Pedalen gekommen und hab das Rad weg geschmissen. Selbiges hat sich postwendend revangiert, indem es mit dem grossen Ritzel voraus auf meinem Oberschenkel landete. Die sauteure Gore Bike Hose hat gehalten, die Haut drunter nicht…). Die Englaender hatten aber so gar keinen Spass und sind auf der fast zweistuendigen Abfahr (zum Glueck) meistens gelaufen. Mit meinem Cube Hardtailer konnte ich gegen die Fullies Marke Keineahnung mit 180iger Federweg auf der Strecke dennoch ganz gut mithalten. Bin zufrieden und hatte einen saugeilen Tag! Morgen geht’s dann los Richtung Chiang Rai. Schon wieder frueh aufstehen…son Mist!

Bangkok – Chiang Mai

Januar 6th, 2012

Nachdem es mir hauptsaechlich um das Radeln geht, verliere ich hier nicht allzu grosse Worte. Ziel war, so schnell wie moeglich nach Chiang Mai zu kommen, um mich dort in den Sattel zu schwingen.

So war ich nach einem langen Flug von Muenchen ueber Abu Dhabi am 31.12. gegen 18 Uhr in Bangkok am Flughafen. Bei der Gepaeckausgabe war ich natuerlich besorgt ueber den Zustand meines Bikes. Ich hatte es nicht grossartig verpackt, nur die wichtigsten Komponenten wie Daempfer und Umwerfer mit Karton und Polsterfolie geschuetzt. Eine neue Macke am unteren Teil der Gabel habe ich entdeckt, ansonsten alles gut.

Jetzt wollte ich so schnell wie moeglich in die Stadt, irgendwo im Bereich der Khao San Road ein Guest House finden und mich dann ins Partygetuemmel stuertzen. Jetzt hatte ich nun das erste Mal Kontakt mit den Regeln in diesem Land. Seit 2-3 Jahren ist der neue „Airport Railway Link“ in Betrieb, der wohl die schnellste Verbindung vom Flughafen in die Stadt darstellt. „Bikes not allowed on the train“, hiess es. Aha. Also ab zu den Bussen. „Bikes not allowed on the bus“, hiess es. Na prima. Also sah ich mit gezwungen, ein Taxi in die Stadt zu nehmen (700 Baht/ca. 14 Euro). Hier angekommen, verlief die Suche nach einem Guesthouse problemlos und ich fand eine Bleibe direkt an der Khao San fuer 400 Baht / 8 Euro.
Fahrrad verstauen, duschen und ab ins Getuemmel. Im September 2008 war ich schon mal in der Khao San. Ich finde, sie hat sich sehr veraendert. Inzwischen findet man dort einen Subway, Mc Donalds und einen KFC. Kann mich nicht erinnern, dass es die damals schon gab.

Auch haben die Thai den Doener fuer sich entdeckt. Da gibt es tatsaechlich Strassenstaende, an denen sich ein Fleischspiess dreht. Ich hab’s nicht probiert, dafuer aber allerlei Leckereien nach Thai Style in mich rein gestopft. Was hab ich mich da drauf gefreut!

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Sylvester selbst habe ich mit 2 Australiern verbracht, die schon seit 2 Jahren durch SOA tingelten und einiges zu berichten wussten. War lustig.

Am naechsten morgen hab ich mich dann gleich um die Weiterreise nach Chiang Mai gekuemmert. Zug war ausgebucht, ergo ab in den Bus. Ankunft in Chiang Mai am 2.1.2012 um 5 Uhr morgens.

Wo soll’s hin gehen?

Januar 6th, 2012

Die Reise soll mich von Chiang Mai aus nach Laos fuehren. Von dort aus nach Sueden nach Vientiane und weiter am Mekong entlang. Soweit ich halt irgendwie komme. Wuerde gerne die 2500 km Marke knacken. Mal sehen, wie’s lauft.

Vorwort

Januar 6th, 2012

Warum macht man sowas?  2500 km in 5 Wochen. Das muss doch weh tun. Willkommen in meinem Leben. Viele Dinge, die ich in den letzten Jahren gemacht und erlebt habe, haben in gewisser Weise weh getan. Oder waren einfach nur teuer. In aller Regel aber beides. So hab ich irgendwie viel von meinem Humor verloren. Bin viel zu oft schlecht gelaunt und gehe eher griesgraemig durch’s Leben. Warum ist das so? Und vor allem darf das nicht so bleiben! Es gibt und gab doch auch viele schoene Dinge in meinem Leben. Ich habe 2 supercoole Jungs, die ich wie nichts anderes in der Welt liebe. Die Beiden geben mir – jeder auf seine Weise – immer wieder Auftrieb. Im Job scheine ich vieles richtig gemacht zu haben, verdiene nicht ganz schlecht und habe Spass an dem, was ich tue.

Ich bin nicht auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Vielmehr moechte ich mir was Gutes tun, meine Abendteuerlust befriedigen. Mir beweisen, dass ich sportlich noch was leisten kann. Auch hat mir der Sport in der Vergangenheit immer geholfen, hat mich ausgeglichener gemacht und liess mich manchen Frust vergessen.  Vor ca. 3 Jahren habe ich mit dem Biken begonnen und der Radsport hat mich gleich voll in seinen Bann gezogen.  Somit war klar, dass ich was in dieser Richtung machen muss.

Auf der Reise selber erhoffe ich mir natuerlich viele Begegnungen mit interessanten Menschen. Vielleicht ergibt sich ja die eine oder andere Erkenntnis, die mir nach meiner Rueckkehr das Leben etwas einfacher macht. Aber das war dann jetzt auch mit der Gefuehlsduselei.

Viel Spass beim Lesen.