2 Tage in Chiang Mai

Als ich ankam, war die Stadt noch verschlafen, vereinzelt Menschen unterwegs. Ich machte mich auf ins Zentrum, um mir dort eine Herberge zu suchen. Dank meines letzten Besuches vor 3 Jahren hab ich mich schnell zurecht gefunden und sogar wieder das Guest House gefunden, in dem ich damals war. Aber da war noch keiner wach. Also bin ich einfach noch ein wenig rum gefahren und habe dabei zu gesehen, wie die Stadt langsam erwacht. Und ihre Gerueche aufgesogen und die kuehle Morgenluft in vollen Zuegen genossen.

Gegen 7 hatte ich dann mein Zimmer mitten im Zentrum bezogen, geduscht und – dank Jet Lag, denke ich – voller Tatendrang nach Beschaeftigung gesucht. Also, schnell lecker Fisch am Markt zum Fruehstueck, zurueck ins GH, Radl schnappen und los.

IMG_3090Bin einfach frei Schnautze Richtung Osten, in die Aussenbezirke der Stadt. Inzwischen war viel los und ich musste mich erst mal an die Gepflogenheiten des hiesigen Strassenverkehrs gewoehnen. Es ist chaotisch, scheinbar ohne wirkliche Regeln, ausser, dass man halt links faehrt / oder sollte. Ampeln, wenn vorhanden, bestenfalls eine Richtlinie. Aber man faehrt sehr ruecksichtsvoll. Nie hatte ich das Gefuehl, von jemandem bedraengt zu werden. Da habe ich in Muenchen schlimmeres erlebt. Gegen 11 kam dann die Sonne durch und es wurde mir entschieden zu heiss. Zurueck ins GH, Nickerchen machen.

Am fruehen Nachmittag bin ich wieder aus dem Bett gefallen und wollte ein wenig die Stadt erkunden.  Noch am GH lernte ich Josi kennen, aus Hamburg, seit 4 Jahren in SOA. Zeitweise hat sie wohl in Australien als Erntehelfer gejobed und ist nun wieder auf Reisen. Sie ist wohl nicht die schnellste, aber dennoch nett. Wir beschlossen, in einem Buchladen nach was Lesenwertem zu suchen. Als sie dann aber nach geschlagenen 2 Stunden immer noch keine Wahl treffen konnte, bin ich dann wieder alleine weiter. Asien scheint dann wohl doch abzufaerben.

Der naechste Tag war eigentlich zum relaxen und zur Gewoehnung ans Klima gedacht. Irgendwie hat mein Radl, bzw. die Vorderbremse auf der Reise dann doch was abbekommen. Ich vermutete Luft in der Hydraulik. Selbstverstaendlich habe ich tonnenweise Ersatzteile dabei, nur kein Oel fuer die Bremsen. Auf meiner morgenlichen Tour am Vortag ist mir aber ein Laden aufgefallen, der MTBs verleiht und Tracking Touren anbietet. Also hab ich versucht, den wieder zu finden und auch geschafft. Die Bremse war im Nu wieder ok und ich hab nebenbei gleich eine gefuehrte Downhill Tour gebucht. Eine Stunde spaeter ging’s dann auch gleich los…

Mountainbike-Sicherheitstraining auf Thai: „We’ll drive you up that mountain. There’s a bike for you. Wear a helmet“. Ich hab meins mitgenommen, wenn ich auch wusste, das es nicht wirklich fuer Downhill gemacht war. Aber unglaublich. Da hat aber auch niemand nachgefragt, ob die Leute schon etwas Erfahrung haben. Es gab 3 Alternativen: Downhill fast, slow oder cross country. Ich hab mich natuerlich fuer die Erste entschieden. So auch 2 Englaender, die offensichtlich noch nie einen echten Single Trail gefahren sind. Schon gleich gar nicht so einen. Ich bin ja zwar kein wirklicher Downhill-Profi, dennoch etwas erfahren. Und mich hat’s auch mehrfach geschmissen (Erkenntniss: kaufe Qualitaet. Bei einem Sturz bin noch gut aus den Pedalen gekommen und hab das Rad weg geschmissen. Selbiges hat sich postwendend revangiert, indem es mit dem grossen Ritzel voraus auf meinem Oberschenkel landete. Die sauteure Gore Bike Hose hat gehalten, die Haut drunter nicht…). Die Englaender hatten aber so gar keinen Spass und sind auf der fast zweistuendigen Abfahr (zum Glueck) meistens gelaufen. Mit meinem Cube Hardtailer konnte ich gegen die Fullies Marke Keineahnung mit 180iger Federweg auf der Strecke dennoch ganz gut mithalten. Bin zufrieden und hatte einen saugeilen Tag! Morgen geht’s dann los Richtung Chiang Rai. Schon wieder frueh aufstehen…son Mist!

4 Responses to “2 Tage in Chiang Mai”

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