Koikacham nach Kasy

Meine Futtersuche am Vortag war irgendwie erfolglos gewesen. Es gab zwar eine Menge Doerfer zwischendurch und Strassenstaende, an denen ich meinen Wasservorrat auffrischen konnte, aber irgendwie nix Ordentliches zu beissen. Also waren meine Vorraete an Erdnuessen und so einer Art Muesliriegeln aufgebraucht. Ich decke mich wieder mit allerlei Knabbereien ein und mache mich auf den Weg.
Die ersten 50 km mit viel Hoch und Runter, teilweise sehr steile Abschnitte. Ich kann mich an der Landschaft nicht satt sehen. So schoen hier oben. Dann kommt eine unglaublich lange (etwa 20 km), kurvenreiche Abfahrt. Ich habe Schwierigkeiten, meine Augen immer wieder von der Landschaft auf die Strasse zu richten. Die Strassenverhaeltnisse sind recht gut, nur etwa jede 10te Kurve ist ausgefahren und mit fiesen Schlagloechern gespickt.

Unten angekommen, gab es eine heisse Quelle. Eigentlich war mir bei 30 Grad gerade nicht wirklich nach einem heissen Bad, aber nun bin ich schon mal hier, also rein. Ein paar Minuten im warmen Wasser war dann doch irgendwie gut.
Auf den letzten Kilometern des Tages galt es dann nochmal ein paar Anstiege zu meistern. Waehrend mein Hintern seinen Protest weitestgehend eingestellt hatte, waren meine Waden sehr erbost ueber die bis hierhin etwa 2500 zurueckgelegten Hoehenmeter. Das taten sie mit schmerzhaften Kraempfen kund, die mich immer wieder zum Anhalten zwangen.

In Kasy angekommen, hatte ich dann einen kleinen Unfall. Im Nachhinen recht lustig. Bei der Suche nach einem Guest House bin ich langsam, vielleicht mit 10 km/h ganz rechts auf der Strasse gefahren. Auf einmal rammt mich ein mit 3 Laotinnen besetztes Moped von hinten. Erwischt meine linke Satteltasche und ich spuere einen Schlag oberhalb der linken Huefte. Es kommt jedoch niemand zu Fall. Ich checke erst das Bike, dann mich. Die untere Halterung der Satteltasche war ausgehebelt, aber reparabel sonst nichts. Die Fahrerin der Mopeds gestikuliert wild und deutete mir, sie habe auf der gegenueberliegenden Strassenseite nach den dort feil gebotenen Mandarienen geschaut und mich uebersehen. Ich besinne mich meiner Manieren und setze das breiteste Laecheln auf, das ich diesem Moment her zaubern konnte. Sofort entspannt sich die Lage merklich, alles lacht wieder. Man entschuldigt sich noch gefuehlte hundert mal, ploetzlich habe ich einen Tasse Tee und etwas frisches Obst in der Hand.

Laechle, und die Welt laechelt zurueck!

One Response to “Koikacham nach Kasy”

  1. Harry Hopstaken sagt:

    Es waren schone Tagen mit dir in die Bergen. Hot springs war das schone Ende von die machtige Bergen, wo wir viel steigen mussten.
    Nog viel Spass beim Radfahren und mit die Leute von Laos.

    Harry

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