Nach drei sehr entspannenden Tagen in Luang Prabang breche ich noch im Morgengrauen auf Richtung Vientiane. Es sollte bergig werden, zumindest sah das auf meiner Karte so aus. Die ersten 25 Kilometer waren recht unspektakulaer. Recht viel Verkehr. Und dann ging’s nach oben. Aber Hallo. Ca. 600 Hoehenmeter in einem Zug hoch. Auf dem Anstieg treffe ich Harry und Pete aus Holland. Zwei lustige Gesellen und erfahrenen Radler. Sie sind fuer 12 Tage in Laos. Ich fahre ein wenig voraus und wir machen immer wieder gemeinsam Rast.
Irgendwann ist der hoechste Punkt des Passes erreicht, und bei folgenden Abfahrt kommt wieder Freude auf. Ratzfatz runter, ueber’s Brueckle rueber und wieder hoch. Nochmal etwa 700 Hoehenmeter, wieder ohne flache Stuecke, in denen sich die Beine etwas erholen koennten. Da war am Ende der Kraft doch noch ne Menge Berg uebrig. Gegen 16:30 ist der Ort Koikacham erreicht und wir geniessen einen herrlichen Sonnenuntergang.
Auf den Weg hierher passieren wir eine Reihe Hmong-Doerfer. Mir fallen die vielen Kinder auf, die sich wieder sehr freuen, mich zu sehen, zur Strasse rennen und mir die Haende zum Abklatschen entgegen halten. Ueberall nur lachende Gesichter. Die Frauen sind alle sehr schoen gekleidet, mit farbenfrohen Roecken und Tuechern. Sauber und gepflegt. Die Maenner sind genau das Gegenteil. Wuerde man so einen Gesellen einen halben Meter in den Dschungel stellen, er wuerde glatt mit seiner Umgebung verschmelzen.
Ferner scheinen die Muetter hier sehr jung zu sein. Auch wenn die Asiaten in europaeischen Augen wohl immer etwas juenger aussehen, als sie tatsaechlich sein moegen, glaube ich, so manche Mutter ist selbst noch ein Kind.
Statistik:
79 km / 1600 Hm
Zeit: 6:15
Durschnitt: 12,5
Wohlfuehlfaktor: 6-7



