Drei Tage in Vientianne

Zwei Tage moechte ich Pause in Vientianne machen.  Letztendlich wird’s einer mehr, da ich mich entscheide, einen sogennanten Sleeper nach Pakxe zu nehmen.  Die Alternative waere noch gewesen, mit dem Rad am Mekong entlang zum Wat Phabat Phonsone etwa 100 km nordoestlich zu fahren und von dort aus mit dem Bus nach Paksan.  Ich hab mich also erkundigt, und erfahren, dass es dort keine Uebernachtungsmoeglichkeiten gibt, und irgendwann fahren dann auch keine Busse mehr.  War mir dann zu heikel.

Also verbringe ich die Tage mit meinem Buch und unternehme nicht allzuviel.  Hannelore ist inzwischen auch angekommen und wir machen 2 Tagesausfluege gemeinsam.  Sie will dann weiter nach Vietnam.  Also feiern wir unsere wohl letzte Begegnung in einem schoenen Restaurant am Fluss.  Ein feudlales Abendessen und die hoechste Restaurantrechnung, die ich bis dato bekommen hatte.  150.000 Kip (~ 15 Euro) fuer 2 Personen inclusive Getraenke.

Dann moechte ich mir ein Ticket fuer den Bus organisieren und bekomme etwas Probleme.  Keiner will mein Bike mitnehmen.  Kapier ich nicht.  War doch auch kein Thema auf der Busreise von Bangkok nach Chiang Mai.  Kofferraumdeckel auf, Bike und Koffer rein.  Deckel zu und gut.  Das 5te oder 6te Reisebuero kann dann aber doch eine Busgesellschaft fuer 90.000 Kip ueberreden.

Als ich dann abends zum Bus kam, wurde mir klar, warum die alle nicht wollten.  Diese Sleeper sind auf die Schlafkojen optimiert, ergo war da wirklich kein Platz.  Aber man hilft sich:

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Kurzerhand wird es hinten am Kuehlergrill vertaeut.  Mir ist etwas mulmig zumute und bringe eine zusaetzliche Sicherung mittels Fahrradschloss an.

Die Nacht war dann irgendwie nicht sehr erholsam.  Die Schlafkojen sind etwa 100×150 cm.  Also fuer Euuropaeer deutlich zu kurz.  Fuer eine Person waere das sicher noch gegangen, aber ich hatte Gesellschaft.  An sich ein netter Kerl.  Nur hat der nicht geschnarcht.  Nein.  Das war eher eine Mischung von Trueffelschwein auf Suche und einer Dampflokomotive unter voller Last.

Circa alle 2 Stunden haelt der Bus, und ich muss natuerlich nachsehen, ob mein Rad noch dran klebt.  Tut es.

Angekommen in Pakxe ist es allerdings nicht mehr schwarz, sondern komplett rot vom Staub.  Wollte noch ein Foto machen, aber habe alle Muehe, in der allgemeinen Hektik meine sieben Sachen im Auge zu behalten.  Dann habe ich es kurz in den Mekong getunkt und der naechste Tag konnte beginnen.

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